Das wirtschaftliche Konzept einer Finanzanlage – hier der Deutschen S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG – ist nicht allein deswegen unplausibel, weil im Verkaufsprospekt eine Rendite von 13,25% p.a. versprochen wird. Dies hat das Landgericht Ansbach in einem von der Kanzlei iuvaris erstrittenen Urteil entschieden.

Die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG hatte in dem von ihr veröffentlichten Verkaufsprospekt eine Rendite von 13,25% p.a. prognostiziert. Die klagenden Anleger waren der Meinung, dass eine solche Rendite mit Immobilieninvestitionen generell nicht erzielbar sei.

Dieser Behauptung war die Kanzlei iuvaris entschieden entgegengetreten. Auch andere Initiatoren hätten mit Immobilienhandelskonzepten nachweislich Renditen von mehr als 12 bis zu sogar 15,5% p.a. erwirtschaftet. Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG mit ihrem Konzept solche Renditen nicht erzielen könnte, hätten die Kläger nicht dargelegt. Eine optimistische Prognose sei nicht fehlerhaft, wenn die sie stützenden Tatsachen sorgfältig ermittelt worden seien und die Prognose aus Sicht zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung vertretbar sei (BGH, Urteil vom 27.10.2009, XI ZR 337/08).

Dem ist das Landgericht Ansbach gefolgt und hat knapp, aber treffend argumentiert, dass eine Renditeprognose nicht pauschal und ohne Betrachtung der wirtschaftlichen Gegebenheiten als unplausibel beurteilt werden könne; vielmehr hänge der Gewinn, den eine Fondsgesellschaft erzielen könne, von zahlreichen Faktoren ab. Die Kläger hätten nicht substanziiert vorgetragen, warum ausgerechnet die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG mit ihrem wirtschaftlichen Konzept keine Rendite in Höhe von 13,25% p.a. hätte erwirtschaften können.

LG Ansbach, Urteil vom 24.08.2017, 2 O 1255/16