Ein Anlagevermittler muss seinen Kunden nicht darüber aufklären, dass Anteile an geschlossenen Fonds nicht oder nur zu erschwerten Bedingungen veräußert werden können. Das hat das Landgericht Ansbach in einem von der Kanzlei iuvaris erstrittenen Urteil entschieden.

Der Anlagevermittler ist – anders als der Anlageberater – nicht zur Prüfung der persönlichen und finanziellen Verhältnisse des Kunden verpflichtet und kann deshalb auch dessen möglichen zukünftigen Liquiditätsbedarf nicht absehen. Wenn dem Anlagevermittler ein zukünftiger Liquiditätsbedarf des Kunden nicht nachweislich erkennbar ist, muss er nicht ungefragt auf die Schwierigkeiten bei der Veräußerung eines Fondsanteils hinweisen.

LG Ansbach, Urteil vom 24.08.2017, 2 O 1255/16